FAQ

Warum werden speziell die Rassen Deutscher Schäferhund, Belgischer Schäferhund und Holländisch Herder eingesetzt?
Diese Hütehundrassen haben sich als robust äußerst lern- und spielfreudig sowie wehrhaft erwiesen. Sie eignen sich für die duale Ausbildung als Schutz -und Spezialhund am besten.

Was war der Anlass, Hunde im Polizeidienst einzusetzen?
Um den nächtlichen Schutzbedürfnissen der Städte zu entsprechen, wurden im späten 12. Jahrhundert erstmals Hunde im Polizeidienst eingesetzt. Im 16. Jahrhundert wurden sie in England zur Verfolgung von Alkoholschmugglern eingesetzt.
Ab 1903 wurden erstmals in Deutschland westfälische Doggen als Begleitung der Polizisten eingesetzt (sogenannte Schutzhunde). Sie dienten zum Schutz der Beamten gegenüber Menschenmengen und Gewalttätern.

Seit wann gibt es die Diensthundführerstaffel in Hannover?
Der erste Einsatz von Hunden in Hannover erfolgte 1929. Seit 1954 gibt es die Reiter- und Hundestaffel in Hannover. Der erste Rauschgiftspürhund wurde 1980 eingesetzt.

Wie wird man Hundeführer? Gibt es bestimmte Voraussetzungen?

Grundvoraussetzungen für einen Hundeführer sind hohe Motivation, physische Belastbarkeit und die Möglichkeit den Hund im eigenen Zwinger zu Hause unterzubringen. Außerdem die Bereitschaft einen Spezialhund zu führen und sich kontinuierlich im Diensthundewesen fortzubilden.
Es ist wünschenswert, eine Verwendung im Einsatz- und Streifendienst in Hannover vorweisen zu können.

Wie lange dauert die Ausbildung eines Hundes zum Polizeihund?

Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen 6-12 Monaten.

Ab welchem Alter kann ein Hund zum Polizeihund ausgebildet werden?
Die Ausbildung ist ab einem Alter von 12 Monaten möglich. Die Prüfung sollte jedoch nicht vor dem 18. Lebensmonat erfolgen.

Was macht ein Diensthund, wenn er nicht im Dienst ist?
Als Eigentum der Polizei ist der Diensthund seinem Herrchen/Frauchen zugeordnet und verbringt mit ihm/ihr seine Freizeit zu Hause. Dieses Team hält oftmals ein Hundeleben lang.

Wo wohnt der Diensthund?
Der Hund hat einen eigenen Zwinger zu Hause, der von der Polizei besorgt wird. Oftmals lebt er aber mit der Familie überwiegend im Haus und ist ein „echtes" Familienmitglied.

Was macht der Diensthund im Urlaub?
Entweder nimmt der/die Diensthundführer/in den Diensthund mit in den Urlaub, oder er geht zu Kollegen. Alternativ bietet sich die Unterbringung in einer Hundepension an. Arbeiten muss der Diensthund auf jeden Fall nicht.

Gibt es nur Rüden bei der Polizei?
Nein, das Geschlecht eines Hundes ist eher unwichtig. Es zählt allein die Eignung des Diensthundes. Natürlich kann auch der zukünftige Diensthundführer „Wünsche" äußern.

Vertragen sich die Diensthunde untereinander?
Das kann man nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich sollen sich die Diensthunde während der Arbeit ignorieren und gelerntes Verhalten zeigen. Außerhalb der Arbeit gibt es aber gleiche Rivalitäten oder Freundschaften wie bei „ganz normalen" Hunden.

Werden Diensthunde krank?

Ja. Falls ein Diensthund krank wird, darf er sich natürlich zu Hause auskurieren und den Tierarzt „seiner Wahl" aufsuchen. Der/die Diensthundführer/in muss dennoch zum Dienst erscheinen. Die Tierarztrechnungen bezahlt die Polizei.

Gibt es „Bürohunde" wie Kommissar REX?
Nein. Da alle Diensthunde auch Schutzhunde sind, wäre das nicht gut. Die Diensthunde sind während des Dienstes in Ablageboxen untergebracht und fahren während der Streifenfahrt in fest eingebauten Boxen im Streifenwagen mit. Zwischendurch werden sie natürlich durch den/die jeweilige/n Diensthundführer/in bewegt.

Gibt es ein Höchstalter für Hunde im Polizeidienst, ab dem sie in "Rente" gehen können?
Ein Höchstalter für Hunde im Polizeidienst gibt es nicht. Erst mit 6 Jahren steht dem Hund frühestens eine Rente zu. Das Alter ist abhängig von der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Hundes.





Reiter- und Diensthundführerstaffel

Am Welfenplatz 1a
30161 Hannover
Tel.: 0511 109-1903
Fax: 0511 109-1910


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