Ausbildung der Dienstpferde und des Polizeireiters



Die Ausbildung der Dienstpferde

"Vom Leichten zum Schweren"


Ausgebildet werden die Pferde von Polizeireiterinnen und -reitern der Reiterstaffel Hannover mit jahrelanger Reiterfahrung. Es werden keine externen Trainer oder Bereiter hinzugezogen.

Die Grundausbildungszeit eines Polizeipferdes dauert in der Regel ein Jahr. In dieser Zeit erfolgt die allgemeine und körperliche Ausbildung des Pferdes im Gelände, Dressur und Springen. Der Schwerpunkt liegt in der polizeilichen und mentalen Ausbildung.

Im Rahmen des Ausbildungsjahres wird das Tier je nach Veranlagung und Leistungsstand individuell an die Polizeiarbeit herangeführt. Hierzu gehört u.a. das Reiten im Straßenverkehr zusammen mit einem bereits erfahrenen Polizeipferd. Parallel dazu erfolgt so früh wie möglich die Gewöhnung an akustische und optische Reize. Da das Pferd von Natur aus ein Fluchttier ist, müssen durch die Ausbildung sein Instinkt und seine natürlichen Reaktionen kontrollierbar gemacht werden. Es gilt zunächst, das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen und spielerisch das Selbstbewusstsein und den Charakter des Tieres zu stärken. Das Pferd sollte stets als "Gewinner" aus dem Spiel hervorgehen. Eine Reit- oder Ausbildungsstunde endet immer mit einem Erfolgserlebnis für das Tier. Der Grundsatz "Vom Leichten zum Schweren" steht hier im Vordergrund. Das bedeute, dass die Ausbildungsinhalte im Laufe der Zeit vom Anspruch her gesteigert werden. Mit Bestehen einer Eignungsprüfung auf dem endet das Ausbildungsjahr des Pferdes.


Die Grundausbildung endet nach ca. einem Jahr mit einer Eignungsprüfung. Diese setzt sich aus Prüfungen in den Bereichen

  • Dressur
  • Springen
  • Gelände
  • Konfrontation mit speziellen optischen und akustischen Reizen
  • Bewegung im öffentlichen Straßenverkehr
  • Teilnahme an Einsätzen


zusammen. Jedoch endet die Ausbildung eines Polizeipferdes endet nie, sondern ist beständiger Teil der täglichen Arbeit.

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Die Pferde werden durch Fahnen an optische Reize gewöhnt
Ausbildungsstreife
Streife in der Innenstadt von Hannover
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Training mit Feuer auf dem Reitplatz
Ritt durch Wasser
Geländeausbildung


Die Ausbildung des Polizeireiters


Voraussetzungen

Zunächst absolviert jede/r Polizeibeamtin/e ein dreijähriges Studium an der Polizeiakademie Niedersachsen. Nach erfolgreichem Abschluss schließt sich in der Regel eine einjährige Verwendung in der Bereitschaftspolizei, sowie im Einsatz- und Streifendienst an. Danach besteht die Möglichkeit, sich bei der Reiterstaffel zu bewerben. Reiterliche Vorerfahrung ist wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.


Hospitationstag

Jeder Interessent wird zu einem Hospitationstag eingeladen. Dieser beinhaltet zum einen den Einblick in die tägliche Arbeit der Polizei-reiter/innen und -pferde sowie das Probereiten eines Dienstpferdes unter fachkundiger Anleitung eines Reitlehrers der Reiterstaffel.


Auswahlverfahren

Hat man sich aufgrund des Hospitationstages für die Bewerbung bei der Reiterstaffel entschieden wird man erneut eingeladen.
An diesem Tag findet dann ein bewertetes Vorreiten und ein Auswahlgespräch statt. Im Anschluss wird die Bewerberin, der Bewerber durch eine Auswahlkommission beurteilt.


Reitlehrgang
Nach erfolgreicher Bewerbung, findet die Ausbildung zum Polizeireiter in einem halbjährigen Lehrgang statt. Geleitet wird dieser von einem qualifizierten Ausbilder der Reiterstaffel Hannover.
Neben praktischen und theoretischen Inhalten, wie die reiterliche Ausbildung in Dressur, Springen und Gelände, erfolgt auch das Üben polizeilicher Einsatzsituationen im Rahmen des Reitlehrgangs. Darüber hinaus wird das nötige Wissen über Pferdehaltung und - gesundheit vermittelt. Der Reitlehrgang endet mit dem Bestehen einer theoretischen und praktischen Prüfung
Springausbildung
Springstunde
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Formalausbildung auf dem Reitplatz
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Theorieunterricht
Ausbildung an der Longe  
Sitzschule an der Longe
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