Kriminalpolizei beschlagnahmt vier Indoorplantagen und umfangreiche Vermögenswerte

Bei einer großangelegten Durchsuchungsaktion von Polizei und Staatsanwaltschaft (StA) in der Region Hannover sowie in weiteren Orten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen sind am 11.3.2019 acht überregional agierende Tatverdächtige (22 bis 49 Jahre alt) festgenommen worden. Am 19.03.2019 haben Polizei und Staatsanwaltschaft zu einem Pressetermin eingeladen, um anhand der Asservate die Dimension der Razzia zu verdeutlichen.

Seit Anfang 2018 führen die StA Hannover und Beamtinnen und Beamte des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeidirektion Hannover umfangreiche Ermittlungen gegen elf Beschuldigte - darunter acht Personen, die auf Antrag der StA Hannover noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden sollen.
Die tatverdächtigen Männer stehen im Verdacht, in den vergangenen Monaten vier professionelle Indoorplantagen betrieben und Betäubungsmittel in größeren Mengen verkauft zu haben.

Am 11.03.2019 fanden in der Region Hannover (dreimal Hannover, Lehrte, Laatzen), an zwei Orten im Raum Schaumburg (Bückeburg und Meerbeck) und in Ostwestfalen (Bad Oeyenhausen, dreimal Lübbecke, Petershagen, Minden, Rahden, Preußisch Oldendorf und Espelkamp) insgesamt 16 Durchsuchungen - davon neun unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften - statt. In Rahden, Meerbeck, Espelkamp und Petershagen stießen die Beamtinnen und Beamten dabei auf die vier Marihuana-Plantagen und beschlagnahmten in den mehrere hundert Quadratmeter großen Räumlichkeiten über 3 100 Pflanzen, etwa 30 Kilogramm bereits geerntetes und verpacktes Cannabis sowie professionelles Equipment zum Betreiben der Anlagen.
Zusätzlich fanden die Fahnderinnen und Fahnder knapp fünf Kilogramm Amphetamine, kleinere Mengen Kokain, diverse Ampullen mit Anabolika und Testosteron sowie mutmaßliches Dopingmittel bei den Durchsuchungen auf.
Weiter beschlagnahmten die über 300 Einsatzkräfte bei den Tatverdächtigen mehr als 230 000 Euro Bargeld, diverse Waffen - darunter auch mehrere scharfe Schusswaffen, Messer und über 1 000 Schuss Munition -, vier hochwertige Fahrzeuge (BMW, Daimler-Benz und Range Rover), zwei Grundstücke in Rahden und Meerbeck, teure Schmuckstücke sowie umfangreiches Beweismaterial, das nun ausgewertet werden muss.
Die Beamtinnen und Beamte nahmen die acht mutmaßlichen Haupttäter im Rahmen der Durchsuchungen fest. Die Ermittlungen dauern an.
Bei einem Pressetermin am 19.03.2019 zeigten Polizei und Staatsanwaltschaft auf dem Gelände der Polizeidirektion Hannover einen Teil der beschlagnahmten Drogen und Waffen. Darunter waren 32 Säcke mit je einem Kilogramm Marihuana gefüllt, mehrere Schusswaffen und Munition.
/pu, schie, isc

Pressekonferenz; Pressemeldung, Presseinformation, Staatsanwaltschaft, Polizei  
Beschlagnahmte Gegenstände Indorplantagen- Gemeinsame Pressekonferenz von Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Hannover
Artikel-Informationen

19.03.2019

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