Ausstellung: "Freunde – Helfer – Straßenkämpfer: Die Polizei in der Weimarer Republik“

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Eine hilfsbereite, bürgernahe Polizei zu sein - auch heute gilt das Ideal der Weimarer Republik (1918-1933). Doch wie schnell sich ein Anspruch im Alltag verlieren kann, das zeigt die Geschichte, der sich im Frühjahr 2019 die die Ausstellung „Freunde - Helfer - Straßenkämpfer: Die Polizei in der Weimarer Republik" widmet. Schirmherr der Ausstellung ist Innenminister Boris Pistorius.
Zahlreiche Exponate laden ein zu einer Zeitreise durch die widersprüchliche Geschichte der Polizei in der Weimarer Republik. Reformen sollten eine hilfsbereite und bürgernahe Polizei schaffen. Gleichzeitig zersetzten blutige Straßenkämpfe zwischen politischen Gegnern die junge Demokratie. Die Polizei wurde durch die Gewalt gefordert und nicht selten überfordert. Als die erste deutsche Republik 1933 ihr Ende fand, ließ die Polizei sich von der nationalsozialistischen Diktatur für ihre Zwecke instrumentalisieren.
Der Schwerpunkt der Ausstellung zeigt nun die Polizei der Weimarer Republik in den Regionen des heutigen Niedersachsens. Durch originale Exponate aus der Sammlung des Polizeimuseums der Polizeiakademie Niedersachsen wird die Geschichte erlebbar.

Verlängerung der Ausstellung bis zum 05.04.2019!


Aufgrund der hohen Nachfrage verlängert die Polizeidirektion Hannover die Ausstellung „Freunde - Helfer - Straßenkämpfer: Die Polizei in der Weimarer Republik". Zu sehen sein wird sie nun bis Freitag, 05.04.2019, in der Alten Kantine der Polizeidirektion (Waterloostraße 9). Das Besondere: Während der Zusatzwoche wird das Beil aus dem Fall des hannoveraner Serienmörders Fritz Haarmann zu sehen sein - einem herausragenden Kriminalfall der Weimarer Zeit. Und um ihn geht's auch in zwei Führungen und einem Vortrag.

In der Zusatzwoche der Ausstellung wird auch das Hackebeil des 1924 wegen Mordes an insgesamt 24 Jungen und jungen Männern vom Schwurgericht Hannover zum Tode verurteilten Fritz Haarmanns zu sehen sein. Zusätzlich bietet Dr. Dirk Götting (Polizeimuseum Nienburg) zwei Führungen an, in denen auch der Fall des Serienmörders Fritz Haarmann und seine Auswirkungen auf den (polizeilichen) Alltag im Fokus steht. Sie beginnen am Mittwoch, 03.04.2019, um 16:30 Uhr und am Donnerstag, 04.04.2019, um 15:30 Uhr. Am Donnerstagabend wird Dr. Götting zudem um 18:00 Uhr einen Vortrag halten, in dem es speziell um den Fall Haarmann geht. Er trägt den Titel „Der Fall Haarmann und die Polizei".




Öffnungszeiten und Anfahrt


Die Ausstellung in der Alten Kantine in der Polizeidirektion Hannover, Waterloostr. 9, 30169 Hannover, kann vom 26.02.2019 bis 05.04.2019 jeweils
  • dienstags 15 bis 18 Uhr
  • mittwochs 15 bis 18 Uhr
  • donnerstags 16 bis 18 Uhr (anschließend Vortrag mit Anmeldung), am 04.04.2019 bereits ab 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • sonntags 15 bis 18 Uhr
ohne Voranmeldung und kostenlos besucht werden. Parkplätze für Ausstellungsbesucher stehen auf dem Gelände der Polizeidirektion Hannover nicht zur Verfügung.

Für Gruppen besteht die Möglichkeit einer Führung, vor allem wochentags an Vormittagen. Dafür ist eine Anmeldung nötig entweder telefonisch unter der Rufnummer 0511 109-1052 oder per E-Mail an oea@pd-h.polizei.niedersachsen.de.

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Vorträge im Überblick


Zwischen Reform und Holocaust - Die Polizei und das Scheitern der Weimarer Republik
Referent: Dr. Dirk Götting, PA und Polizeimuseum Nienburg
Donnerstag, 28.02.2019, 18:00 Uhr
Polizeidirektion Hannover, Waterloostraße 9, Hannover

SPD und Gewerkschaften in Hannover zwischen 1918 und 1933. Fragen an die Geschichte
der hannoverschen Arbeiterbewegung

Referent: Dr. Peter Schulze
Donnerstag, 07.03.2019, 18:00 Uhr
Polizeidirektion Hannover, Waterloostraße 9, Hannover

Haarmann und die Gesundung der Altstadt - Leben und Tod zwischen den Weltkriegen. Oder wie die Sanierung des Ballhof-Viertels 1936-41; Nepper, Strezer und Schoresmacher vertrieb"
Referent: Dr. Sid Auffarth
Donnerstag, 14.03.2019, 18:00 Uhr
Polizeidirektion Hannover, Waterloostraße 9, Hannover

Sicherheit im Stadion am Beispiel von Hannover 96
Eine Bestandsaufnahme - mit einer historischen Komponente bis zurück in die 20er Jahre

Referent: Sebastian Kurbach, Archivar bei Hannover 96
21.03.2019, 18:00 Uhr
Polizeidirektion Hannover, Waterloostraße 9, Hannover

Kuratorenführung
Referent: Dr. Dirk Götting, Polizeiakademie Niedersachsen
Donnerstag, 28.03.2019, 15:00 Uhr

Polizeidirektion Hannover, Waterloostraße 9, Hannover

Neuer Vortrag in der Ausstellungsverlängerung:


Der Fall Haarmann und die Polizei
Referent: Dr. Dirk Götting, Polizeiakademie Niedersachsen
Donnerstag, 04.04.2019, 18:00 Uhr Polizeidirektion Hannover, Waterloostraße 9, Hannover
Hinweis: Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, eine Anmeldung aus diesem Grund erforderlich. Anmeldungen nimmt das Organisationsteam um Edda Wolff unter der Telefonnummer 0511 109-1052 oder per E-Mail an oea@pd-h.polizei.niedersachsen.de entgegen. Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos. Da Ausstellung und Vorträge in einem historischen Gebäude untergebracht sind, ist der Zugang nicht barrierefrei. Es sind acht Stufen zu überwinden.

Kontakt

Polizeidirektion Hannover
Allgemeine Öffentlichkeitsarbeit
Waterloostr. 9
30169 Hannover
Tel.: 0511 109-1052
oea@pd-h.polizei.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

21.03.2019

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