Spezialhunde

Besonders ausgebildete Spürhunde sind die Geheimwaffen der Polizei. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn die zweibeinigen Kollegen allein nicht weiter kommen. Ob bei der Suche nach Drogen, Sprengstoffen, Leichen, Blut oder Brandbeschleunigern; sie springen ein, wenn herkömmliche Ermittlungsmethoden versagen.

Mithilfe ihres feinen Geruchsinnes sind sie in der Lage, auch geringste Geruchspartikel wahrzunehmen und zu orten. Zum eigentlichen Riechen führt beim Hund die sogenannte Schnüffelatmung. In kurzen Stößen wird bis zu dreihundertmal in der Minute eingeatmet.

Damit ein Schutzhund auch zum Spezialhund ausgebildet werden kann, muss ein ausgeprägter Spieltrieb und Umweltsicherheit vorhanden sein. Der Hund lernt auf spielerische Weise, die jeweiligen Stoffe aufzuspüren und anzuzeigen. Wichtig ist, dass der Hund niemals selbst mit dem Rauschgift oder dem Sprengstoff in Berührung kommt. Dies könnte zu schweren Vergiftungen führen.

Die Einsatzgebiete der Spezialhunde erstrecken sich von der Objekt-, Fahrzeug- und Geländeabsuche bis hin zur Durchsuchung von Koffern und Kleidungstücken. Durch sie können auch sehr große Flächen innerhalb kürzester Zeit abgesucht werden.

Rauschgiftspürhund
Der Rauschgiftspürhund wird an fünf verschiedenen Grundstoffen ausgebildet:

• Haschisch bzw. Marihuana
• Heroin
• Ecstasy
• Kokain
• Amphetamin

Die Hunde werden zum Aufspüren und Anzeigen von Betäubungsmitteln, Konsumutensilien wie zum Beispiel Spritzen und Verpackungen mit Anhaftungen ausgebildet. Des weiteren können sie an nicht erkennbaren Verstecken wie Holzverkleidungen, Steckdosen, Armaturen, Filtern, Schläuchen, Erddepots etc. Anhaftungen von Rauschgiften auffinden.
Diese Hunde können selbst Rückstände von Betäubungsmitteln feststellen, die für das menschliche Auge längst nicht mehr sichtbar sind.
Das Einsatzgebiet dieser Hunde erstreckt sich von der Suche an Objekten in und an Fahrzeugen und der Geländesuche bis hin zur Durchsuchung von Koffern und Kleidungstücken. Ein weiterer Vorteil des Hundeeinsatzes bildet die riesige Zeitersparnis bei der Absuche, da so bereits innerhalb kürzester Zeit sehr große Flächen abgesucht werden können.

Sprengstoffspürhunde
Sprengstoffspürhunde sind heute so wichtig wie nie zuvor. Noch nie war weltweit die Nachfrage nach Sprengstoffspürhunden so groß wie in unserer heutigen Zeit. Der Einsatz von Sprengstoffspürhunden ist überall dort notwendig, wo ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht und Durchsuchungen nur rein optisch durchgeführt werden können.
Ihre Ausbildung erfolgt an gewerblichen und militärischen Sprengstoffen, an Selbstlaboraten sowie an Waffen und Munition
Sie werden bei Durchsuchungen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko sowie zur Tatwaffen- und Munitionssuche eingesetzt. Diese Hunde verdienen im Vergleich zu anderen materialbezogenen Spürhunden eine besondere Beachtung, da vom richtigen Einsatz dieser Hunde oftmals Menschenleben abhängen. Sprengstoffspürhunde spüren dank ihres ausgeprägten Geruchssinns auch dort Sprengstoff auf, wo wir Menschen aufgrund nicht vergleichbarer technischer Sprengstoffdetektionssysteme nicht dazu in der Lage sind.
Kein technisches oder elektronisches Gerät besitzt nur annähernd das Leistungsvermögen und die Zuverlässigkeit einer Hundenase.

Leichen- und Blutspürhunde
Die Leichen- und Blutspürhunde leisten wertvolle Arbeit bei der Klärung von Kapitalverbrechen und bei der Suche von Vermissten. Die Hunde schnüffeln nach mit Leichen- und Blutgeruch behafteten Gegenständen oder Orten. Die Hunde sind in der Lage selbst in Beton eingeschlossene Leichenteile zu erschnüffeln. Dabei ist es unerheblich, in welchem Verwesungsstadium sich die Leichenteile befinden. Sie können selbst in Flüssen oder Seen Verwesungsgerüche wahrnehmen. Die Suche erfolgt dann vom Ufer oder vom Boot aus.
Weiterhin ist es auch möglich den Kofferraum eines Fahrzeuges, in dem eine Leiche transportiert wurde, einwandfrei zu identifizieren, auch wenn dieser nach dem Transport gründlich gereinigt wurde. Dabei ist die benötigte Menge an Rückständen minimal und oft für das menschliche Auge absolut unersichtlich.

Brandmittelspürhunde
Diese Hunde werden ausgebildet, um Brandstellen nach eventuell verwendeten Brandbeschleunigern abzusuchen. Sie sind speziell darauf trainiert, an erkalteten Brandorten Restmengen brennbarer Flüssigkeiten aufzuspüren und anzuzeigen. So kann eine Brandstiftung ausgeschlossen oder aber bestätigt werden. Brandmittelspürhunde sind aufgrund ihres hochempfindlichen Geruchssinns in der Lage, noch nach Tagen abgedampfte oder auch kleinste Restmengen brennbarer Flüssigkeiten im Brandschutt zu erkennen. Die Spezialhunde haben eine besondere Ausstattung, um von schädlichen Rückständen der Brandstelle dekontaminiert werden zu können.
Sie können bei allen Arten der Brandermittlung vom Klein- bis Großbrand eingesetzt werden und unterstützen die Ermittler auch dadurch, dass sie den Brandort besonders schnell und effektiv absuchen können.

Bargeldspürhunde
Diese Spezialhunde können neues wie altes Bargeld, aber auch Falschgeld aufspüren und anzeigen. Sie sind eine große Hilfe bei der Suche nach „Dealgeld" und das Auffinden von Lagern von „Schwarz"- oder Falschgeld. Jeder Bargeldspürhund ist gleichzeitig auch ein Rauschgiftspürhund.

Personenspürhunde (Mantrailer)
Der Mensch verliert Körperzellen zu jeder Zeit und an jedem Ort. Die „Mantrailer" werden ausgebildet, um dieser individuellen Spur zu folgen, die jeder Mensch hinterlässt. Sie finden selbst Spuren, die über zwei Wochen alt sind und zeigen den Ermittlern so den Fluchtweg von Straftätern. Sie werden aber auch zur Suche nach vermissten Personen eingesetzt.





Reiter- und Diensthundführerstaffel

Am Welfenplatz 1a
30161 Hannover
Tel.: 0511 109-1903
Fax: 0511 109-1910


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