Präventionspuppenbühne

Der Präventionsarbeit kommt im Rahmen der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung ein hoher Stellenwert zu. Das Spektrum der „Polizeilichen Prävention" umfasst Themen der „Kriminal- und Verkehrsunfallprävention" und berücksichtigt in der Umsetzung vielfältige Methoden, um polizeiliche Botschaften an die jeweilige Zielgruppe heranzutragen. In diesem Kontext hat sich gezeigt, dass sich die Methode „Pädagogisches Puppenspiel" besonders für die altersgerechte, spielerische Vermittlung von polizeilichen Botschaften sowie Lerninhalten gegenüber Vorschul- und Grundschulkindern eignet.

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Das Team der Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Hannover

Die Präventionspuppenbühne (PPB) der Polizeidirektion Hannover besteht seit Oktober 1989 und ist mit Umsetzung der Polizeireform im Jahr 2005 dem Dezernat 11 (Kriminalitätsbekämpfung und Prävention) zugeordnet.

Untergebracht ist das Team der PPB u.a. mit einem eigenen Bühnenraum im Dienstgebäude am Welfenplatz 1 A, 30171 Hannover. Im Zuge verschiedener Reformen entwickelte sich die PPB von der ehemaligen Verkehrspuppenbühne mit dem bekannten „Verkehrskasper" zur heutigen Präventionspuppenbühne, die die Kinder mit einer Vielzahl von Angeboten zu den verschiedensten Themen der Kriminal- und Verkehrsunfallprävention sensibilisiert.

Die Stücke mit Beschreibungen der PPB (Stand Februar 2019):

Zielgruppe Stückbeschreibung
Vorschulkinder
Fit im Straßenverkehr


  • Matze und die gelben Füße
  • Sicheres Überqueren der Fahrbahn
  • Allgemeines Verhalten im Straßenverkehr

Das Stück wird als interaktives Bühnenstück aufgeführt.

Ort: Bühnenraum der Präventionspuppenbühne Hannover
Gesamtdauer: 60 Minuten
Grundschule
Klasse 2
6 - 7 Jahre

Respektvolles Miteinander


Das Programm besteht aus zwei Themenbereichen, die ineinandergreifen aber dennoch unterschiedliche Schwerpunkte haben.

  1. Schwerpunkt: Das „Stopp-Zeichen"
    Spielerisch werden verschiedene Schulhofsituationen aufgearbeitet. Jedes Kind soll selbstständig ein Gefühl für „Richtig" oder „Falsch" entwickeln. Erarbeitung von Merkmalen, wie erkannt wird, wann Hilfe gebraucht wird.

  2. Schwerpunkt: Der „Neue" in der Klasse
    Es wird eine Situation dargestellt, die durch die Kinder hinterher aufgearbeitet wird. Hier wird das natürliche Unrechtsbewusstsein geweckt und daraus Lösungswege erarbeitet. Zentrale Fragen sind hier: Mit wem kann ich sprechen? Wann ist es Petzen? Wie gehe ich mit anderen um?

Ort: Schule
Gesamtdauer: 90 Minuten
Grundschule
Klasse 3
7 - 8 Jahre

Respektvolles Miteinander


Das Programm besteht aus zwei Themenbereichen, die ineinandergreifen aber dennoch unterschiedliche Schwerpunkte haben.

  1. Schwerpunkt: Umgang mit den eigenen Gefühlen
    Dargestellt wird eine Situation aus dem Schulkontext, wo jemand so lange geärgert wird, bis er richtig wütend ist. Durch die Art der Erzählung finden die Kinder sich wieder und es beginnt ein Prozess der Selbstreflexion. Zentrale Fragen sind hier: Was mache ich, wenn ich wütend bin? Was mache ich, wenn ich Mist gebaut habe? Die Kinder bekommen Möglichkeiten gezeigt, wie sie Wut bewältigen können.

  2. Schwerpunkt: Erpressung im Kontext Schule
    Die Kinder setzen sich dem Begriff „Gewalt" auseinander. Aufgegriffen werden die physischen und psychischen Formen der Gewalt. Ergänzend dazu wird eine Situation dargestellt, in der es durch ein Kräfteungleichgewicht im Schulkontext zu einer Erpressung kommt. Die Kinder setzen sich im Nachgang mit der Bewertung der Situation, auch auf emotionaler Ebene, auseinander. Des Weiteren werden Verfahrensweisen erarbeitet und besprochen, die nach so einem Ereignis eingehalten werden sollten. Das „Stopp-Zeichen" wird als Methode der Gewaltvermeidung etabliert.

Ort: Schule
Gesamtdauer: 90 Minuten
Grundschule
8 - 10 Jahre

Völlig Vernetzt


Das Programm fokussiert den Themenbereich persönliche Daten im Netz.
Neben der Thematisierung des Kontrollverlustes von Daten in der internetbasierten Kommunikation, wird das Verständnis der Kinder für die Funktionalität der Datenverbreitung gestärkt. Zur Festigung der erlernten Kompetenz werden die Kinder spielerisch herausgefordert Kommentare und die daraus resultierende Preisgabe von Daten zu bewerten. Zuletzt wird auch das Treffen mit einem Unbekannten thematisiert.

Ort: Schule
Gesamtdauer: 45 Minuten
Grundschule
8 - 10 Jahre

#TuWas


Das Programm beleuchtet die Thematik „Mobbing" mit dem Teilaspekt des Cybermobbings. Zunächst werden die Merkmale beider Themenkomplexe erarbeitet. Im Nachfolgenden wird die Komplexität des Themas spielerisch anhand von Beispielen nochmals verdeutlicht. Die Kinder entwickeln hierbei ein ethisches Grundverständnis für die systematische Auseinandersetzung. Die Stärkung dieser Kompetenzen führt letztlich zu der Erarbeitung von Lösungsansätzen. Verschiedene Methoden, wie das „Stopp-Zeichen" und Hilfeseiten im Internet, werden vermittelt.

Ort: Schule
Gesamtdauer: 45 Minuten
Grundschule
6 - 10 Jahre (Hortgruppen/Ferienprogramm)

Mut tut gut


  • Kinder als Augenzeugen
  • Stopp-Zeichen
  • Selbstbewusstsein stärken

Das Stück wird als interaktives Bühnenstück aufgeführt.

Ort: Bühnenraum der Präventionspuppenbühne Hannover
Gesamtdauer: 60 Minuten

Die Vorstellungen der PPB finden sowohl im eigenen Bühnenraum am Welfenplatz sowie vor Ort in den Kindergärten bzw. Tagesstätten sowie den Grund- und Förderschulen statt. Des Weiteren beteiligt sich die PPB regelmäßig im Rahmen von Sonderveranstaltungen z.B. an folgenden Aktionen: Einschulungsfest, Verkehrssicherheitstag, Kinder-Fun-Festival, Weltkindertag, Kicken gegen Vorurteile sowie diverse Feriencard-Vorstellungen.

Die Präventionspuppenbühne erzielt mit ihren Auftritten ein hohes Maß an Außenwirkung und trägt dadurch nachhaltig zu einem positiven Image zugunsten der Polizeidirektion Hannover bei.

Kontakt

Polizeidirektion Hannover
Dezernat 11/11.1
Präventionspuppenbühne
Am Welfenplatz 1 a
30161 Hannover
Tel.: 0511 109-1118 oder 1119
(Anrufbeantworter 24 Std./Tag)

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Oben: Marco Weber und Lena Steffan / Unten: Leonie Brand und Sandra Scholz / Unten: Dorothea Schwarzbach

Artikel-Informationen

28.10.2019

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